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Ändert sich was bei Iams?
Iams
teilt Verbrauchern in Anbetracht der Horrorszenarien, die PETA’s
Undercover-Ermittler in einem von Iams Vertragslabors vorfand, nun
mit, man wolle sich “ändern”. Aber hat bei Iams wirklich ein
Umdenken stattgefunden? Kann man alten Hunde- und Katzenexperimentatoren
wirklich neue Tricks beibringen? Kann man tatsächlich dieselben
Leute bei Iams behalten, die ihre Jahre damit zubrachten, Hunde
und Katzen und deren Babies aufzuschneiden, und aus diesen Leuten
nette Menschen machen?
John Mandeville, ein Kolumnist für Dog News drückte
es nach dem Artikel in der britischen Sunday Express, der
Iams’ entsetzliche Geschichte über die grausamen Tierexperimentatoren
brachte, wohl am besten aus:
Es versteht sich wohl von selbst, dass, wenn Sie zu Iams gehören,
sie - so steht es in ihrer ANTWORT AUF DIE ANSCHULDIGUNGEN DURCH
DEN SUNDAY EXPRESS vom 31.Mai auf ihrer Website zu lesen - “erschüttert
[sind] angesichts solcher falscher Anschuldigungen wegen Tierquälerei.”
Iams führt dann auf drei Seiten auf, warum die Anschuldigungen
falsch sind. Keiner kann Iams einen Vorwurf daraus machen, dass
sie sauer sind. Zu dumm nur, dass ihr Vortrag die Qualität
einer „Ihr protestiert zu viel“ Aussage hat. Und das fängt
bereits mit ihrem Eingangspunkt in Fettdruck an:
“Vor mehr als zwei
Jahren—lange vor unserer Übernahme durch Procter & Gamble—traf
die Iams Company unabhängig eine feste und bindende Entscheidung,
dass wir keine Studien in Betracht ziehen oder sponsern würden,
für die eine Euthanasie von Hunden und Katzen erforderlich
wäre.” Die klassische “Wann hörten
Sie auf, Ihre Frau zu schlagen?” Falle, in die sie nun selbst gegangen
sind. Ja, wir haben Tiere gequält, aber wir haben vor zwei
Jahren damit aufgehört.
Wir sind skeptisch—um es mal gelinde auszudrücken—dass Iams
sich wirklich geändert hat, daher machen wir uns daran zu analysieren,
was Iams sagt, was Iams in der Vergangenheit gesagt hat, und was
uns als Wahrheit bekannt ist:
Sie nennen das Bewegung und Sozialisierung?
Von Iams US-Web Seite vom Juni 2004 (nach der PETA Ermittlung) “Leading
Change: The Iams Company’s Leadership in Dog and Cat Well-Being
(Iams’ führende Stellung in Sachen Hunde- und Katzen-Wohlbefinden):
“Jeder Hund und jede Katze wird, ungeachtet des Standorts, sozialisiert,
man spielt mit ihm/ihr, und er/sie kommt in den Genuss sämtlicher
Vorzüge unseres Bereicherungsprogramms—Spielzeug, Verhaltenstraining,
Gruppenspiele und Betreuung.” (Klingt gut, was? Aber man beachte:
Es wird nicht erwähnt, wie viele Tage pro Woche oder wie viele
Minuten an diesen Tagen diesen Tieren gestattet wird, ihrer Gefangenschaft
zu entkommen. Lesen Sie da mal weiter.)
Beim Pet Food Forum, einem alljährlich stattfindenden Treffen
der Tierfutterindustrie, teilte Dan Carey von Iams im März
2004 (nach der PETA Ermittlung) der Zuhörerschaft mit, dass
Iams beschlossen habe, den Hunden und Katzen 30 Minuten Bewegung
und Sozialisierung an fünf Tagen in der Woche zuzugestehen.
Das bedeutet im Klartext, dass Hunde und Katzen während der
Woche 23 1/2 Stunden pro Tag—und am Wochenende 24 Stunden am Tag—eingepfercht
in ihren Käfigen zubringen. Mr.Carey äußerte außerdem,
dass er der Ansicht sei, dass Hunde und Katzen unter diesen Bedingungen
“ihr gesamtes Leben” in Laborstudien zubringen könnten. Es
ist wohl unwahrscheinlich, dass viele Menschen dies als anständiges
Leben betrachten würden, Iams aber tut es—und was sagt uns
das? (PETA wurde übrigens offiziell der Zutritt zu dem Pet
Food Forum verweigert, bekam jedoch mit Hilfe mehrerer freundlicher
Firmen einen Platz im Publikum. Etwa zwei Jahre vor dieser Aussage
von Dan Carey hatte PETA bei Iams angefragt, wie sie die von ihnen
in Tests benutzten Tiere versorgten. Lesen Sie weiter.)
Aus einem Schreiben von Iams an PETA vom 10.Mai 2002 (vor der PETA
Ermittlung): “Die neuen Hunde erhalten eine Auswahl an neuem Spielzeug
und Bällen, um festzustellen, ob sie damit spielen. … Das Personal
spielt jeden Tag mit jeder Sozialgruppe in den großen Spielhöfen.
Die Beschäftigung des Personals mit jedem einzelnen Hund wird
im [Animal Care Center] aufgezeichnet. Tiere und Personal freuen
sich gleichermaßen darauf, mit den Tieren direkt in Kontakt
zu treten.” (Hört sich wieder mal toll an, doch mussten wir
bei unserer verdeckten Ermittlung feststellen, dass dies leider
nur eine einzige Lüge ist.)
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