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PETA's aktuelle Stellungnahme zu den neuesten Antwortschreiben von IAMS.

Niemand, dem wirklich etwas an Tieren liegt, würde den Einsatz von Tieren in Laborversuchen gutheißen. Im Sinne des Tierschutzes haben wir Iams aufgefordert, ihre Tierversuche an Hunden und Katzen sofort einzustellen und sich stattdessen auf chemische Analysen der Tierfutterrezepturen und Studien mit Tieren in ihrer häuslichen Umgebung sowie Studien in Zusammenarbeit mit privaten Tierkliniken zu stützen, wenn die Tierhalter der betreffenden Tiere sich dazu freiwillig zur Verfügung gestellt haben.

Aber betrachten wir mal einige Behauptungen von Iams näher:

“Wir sind dafür, dass Fütterungsstudien im Labor schließlich ganz abgeschafft werden, sobald wissenschaftlich relevante Alternativen verfügbar sind. Iams wird aktiv mit externen Partnern zusammenarbeiten, um neue Forschungsmethoden in der Heimtierernährung zu entwickeln, die keine Tierfütterungsstudien notwendig machen.”

Iams informierte PETA, dass sie auch weiterhin Laborstudien an Tieren durchführen werden, obwohl diese Tierversuche weder notwendig noch in den USA gesetzlich vorgeschrieben sind. Derzeit führen mehr als 40 Tierfutterhersteller tierversuchsfreie Tests durch, und die Liste wird immer länger. Zu den Tests, auf deren weitere Durchführung Iams besteht, zählen: “Metabolized Energy Tests” (METs); Sally, No Name und andere Hunde, die in dem Iams-Vertragslabor lebten, das durch die PETA-Ermittlerin entlarvt wurde, waren unter den Tieren, die diesen Experimenten ausgesetzt waren. Unter Iamsgrausam.de können Sie selbst sehen, wie furchtbar diese Hunde litten.

“Wir übernehmen die volle Verantwortung für den Verbleib aller Hunde und Katzen, die an unseren Fütterungsstudien teilgenommen haben, sowohl intern als auch extern. Unsere Hunde und Katzen werden entweder in ein liebevolles Zuhause vermittelt oder kommen in das Iams-Zentrum für Ruheständler, wenn sie nicht mehr länger an den Fütterungsstudien teilnehmen. Dies ist beispiellos in der Heimtierbranche; wir kennen keine andere Firma, die einen solchen Grad an Verantwortung für ein dauerhaftes Wohlbefinden aller Hunde und Katzen übernimmt, mit denen sie arbeitet.”

Beim Haustierfutter-Forum im März 2004 gab Dan Carey von Iams an, dass er der Ansicht sei, Hunde und Katzen könnten ihr “gesamtes Leben” in Käfigen für Tierversuche verbringen. Iams weigerte sich nicht nur, uns anzugeben, wie viele Tiere an seinen Laborstudien beteiligt sind oder wie viele Jahre sie leiden müssen, bevor sie vermittelt oder “in Rente” geschickt werden, sondern verwehrt uns auch den Zugang zwecks Besichtigung seines „Zentrums für Ruheständler“. Welche Grausamkeiten versucht Iams hier zu verbergen?

“Wir sind offensiv am Iams Welfare Program für Hunde und Katzen beteiligt und bemühen uns, es zur Norm zu machen. Ein Iams Verhaltensforscher hat unser Sozialisierungs- und Bereicherungsprogramm Tierheimen, Tierärzten und anderen präsentiert, um aufzuzeigen, dass eine Sozialisierung und Bereicherung in einer solchen Umgebung möglich ist. Wir haben ferner unser Programm kürzlich auch anderen in der Tierfutterindustrie präsentiert. Wir bemühen uns in diesem Bereich um ständige Verbesserung und streben nach Anwendung der besten Praktiken in der Tierversorgung und Ernährungsforschung, wo immer sie entwickelt werden. Wir werden auch weiterhin aktiv nach guten Ideen weltweit suchen und diese anwenden.”

Fast zwei Jahre lang belog uns Iams und behauptete, die Hunde und Katzen in seinen Einrichtungen bekämen Bereicherung und würden sozialisiert. Unsere verdeckte Ermittlung jedoch ergab, dass die Tiere im Iams-Labor keine Bereicherung oder Sozialisierung erfuhren—nicht einmal die 30 Minuten der Bewegung und Sozialisierung fünf Tage die Woche, die Iams für Hunde und Katzen für ausreichend hält. Und selbst wenn man den Tieren, die unsere Ermittlerin vorfand, diese Freizeit zugestanden hätte, wäre es lächerlich zu behaupten, es sei „human“, Tiere das ganze Wochenende und während der Woche 23½ Stunden pro Tag ganz alleine in ihren Käfigen sitzen zu lassen!

Iams tritt die Wahrheit auch weiterhin mit Füßen, indem sie falsche und irreführende Anschuldigungen auf ihrer Website vorbringen, darunter folgende:

Die PETA-Ermittlerin wurde als “Tierverhaltensexpertin” eingestellt, und es ist ihr anzulasten, dass die Tiere nicht ordnungsgemäß sozialisiert wurden.

Unsere Ermittlerin wurde von dem Vertragslabor als “Studienüberwacher” eingestellt und hatte alle Hände voll damit zu tun, Daten zu sammeln, wie es ihr Job verlangte. Ihre Arbeitsplatzbeschreibung beinhaltete nicht die Sozialisierung von Tieren oder eine Bereicherung ihres Lebens. Nichtsdestotrotz gab sie ihr Bestes, um auch diese Leistungen zu erbringen, und noch mehr – sie versuchte sie sogar zum Laborstandard zu machen. Leider wollte Iams weder das Geld zur Verfügung stellen, das benötigt worden wäre, um die Bedingungen für die in ihren Tests benutzten Tiere zu verbessern, noch den Leiter des Labors zu entsprechenden Maßnahmen anhalten. Im übrigen wurde genau dieser Leiter auf Video aufgenommen, wie er unserer Ermittlerin erklärt, Iams werde nur vorgeben, für Sozialisierung und Bereicherung zu sorgen, bis sie diese Tierrechtsleute los seien, dann wäre das Thema erledigt. Alle Beweise sprechen dafür, dass Iams lediglich Bemühungen in Bezug auf Sozialisierung und Bereicherung vorgab in dem Versuch, von den aktuellen Bedenken besorgter Konsumenten abzulenken.

Obwohl das Umsetzen von Sozialisierungs- und Bereicherungsprogrammen nicht zum Aufgabenbereich unserer Ermittlerin als „Studienüberwacher“ gehörte, veranlassten sie doch die herzzerreißenden Bedingungen, derer sie Augenzeuge wurde, auf Verbesserungen für die Tiere zu drängen. Doch trotz ihrer wiederholten Nachfragen und inständigen Bitten nach Verbesserungen—darunter so elementare Dinge wie, die Hunde rauszulassen und ihnen ein Brett zum Ablegen zur Verfügung zu stellen—setzte Iams nur eine einzige davon um, und die auch nur vorübergehend: es gab Spielzeug. Iams war auch sehr wohl bekannt, dass das Labor niemanden zur Umsetzung irgendwelcher Bereicherungs- und Sozialisierungsprogramme eingestellt hatte und dass unsere Ermittlerin, die ihnen ja bis dahin lediglich als „Studienüberwacher“ bekannt war, vollzeit damit beschäftigt war, Daten für die von Iams und anderen Firmen, darunter Menu Foods, durchgeführten Studien zu sammeln.

Die PETA-Ermittlerin war diejenige, der es oblag, zuzulassen, dass den Iams Hunden die Stimmbänder chirurgisch durchtrennt wurden.

Wir übergaben im April 2003 Transkripte aller aufgenommenen Gespräche in Bezug auf das chirurgische Durchtrennen der Stimmbänder bei den Iams Hunden zusammen mit einem Anschreiben an die Iams-Vizepräsidentin Diane Hirakawa und die Zuständigen bei P&G. Aus diesen Transkripten geht ganz klar hervor, dass unsere Ermittlerin nicht das Mindeste mit der Entscheidung, den Hunden die Stimmbände chirurgisch zu durchtrennen, zu tun hatte, und das gab Iams selbst auch zu, nachdem sie die Transkripte gelesen hatten. Es war vielmehr so, dass unsere Ermittlerin versuchte, Iams über den geplanten chirurgischen Eingriff zu informieren, ihre Warnung jedoch unbeachtet blieb.

Tiere sollten niemals für Heimtierfuttertests leiden. Es gibt für Iams nur eine humane Lösung: alle Experimente an Tieren - um der Tiere willen – einzustellen. Wir von PETA werden uns mit nichts Geringerem begnügen. Wir hoffen, dass Sie hinter uns stehen und vor allem hinter den Tieren.

Unter IamsGrausam.de finden Sie ständig das Aktuellste zu dieser Kampagne und Einzelheiten zu unserer neunmonatigen Ermittlung zu Iams’ grausamen Experimenten.

Klicken Sie hier um mehr über Iams und weitere Ermittlung zu lesen

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