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Mäuse
an Iams: Finger weg von unseren Schwänzen!
Mäuse aufgepasst—ihr seid die nächsten auf Iams’ “Abschussliste”!
Ganz recht: wir sagten Mäuse. Die Wissenschaftler der Purdue
University, Dr. Bruce Watkins und Dr. Kevin Hannon, erhielten von
Iams $195.140 zur Durchführung einer Studie mit dem Titel:
“The Influence of N-3 Polyunsaturated Fatty Acids (PUFA) on Musculoskeletal
Atrophy During Unloading.” (Der Einfluss von N-3 mehrfach ungesättigten
Fettsäuren auf die Muskel-Skelett-Atrophie während der
Entlastung). Vom 1.Mai 2004 bis zum 30.Juni 2006 wird man Mäuse
sieben Tage einer Hinterbein-Muskelatrophie aussetzen—dem Schwinden
von Muskelgewebe—das die Wissenschaftler herbeiführen werden,
indem sie “ein Stück chirurgisches Band am Schwanz anbringen,
mit dem dann die Hinterbeine leicht vom Boden abgehoben werden”,
so ein öffentliches Statement von Iams. Nach dem Verlust der
Nutzbarkeit ihrer Hinterbeine werden die Mäuse nach Plan getötet
und aufgeschnitten. Iams bemüht sich eifrig, Begründungen
für die Finanzierung dieses inhumanen Experimentes zusammenzubekommen,
aber sie stehen dabei auf schwachen Beinen!
Iams sagt: “Bei der Mausstudie an der Purdue University handelt
es sich um ganz grundlegende Erkenntnisarbeit, für die wir
tierfreie Alternativen suchten, aber keine fanden. Sie basiert auf
einem Modell, das die NASA seit 20 Jahren oder länger anwendet,
um Schwerelosigkeit bei Menschen zu untersuchen.”
Tatsache ist, dass tierfreie Alternativen sehr wohl existieren,
insbesondere für Muskeltatrophie-Experimente. Dr. Herman Vandenburgh—ein
Experte für Muskelatrophie—und seine Kollegen haben “ein Modell
für Atrophie entworfen, indem er bioartifizielle Muskeln [BAM]
in seinem Labor verwendete.” Vandenburgh verwendet Vogel-, Maus-,
Ratten- oder Menschenzellen und meint: “[W]ir können die bioartifiziellen
Muskeln in unserem Labor züchten und dann die Atrophie erzeugen,
indem wir die Spannung auf den Muskel verringern [unter Einsatz
eines Kraftumwandlers]. … Die Muskeln erzeugen weniger Kraft, daher
produzieren sie nicht soviel Protein und schwinden allmählich.
Unter Einsatz dieses Modells ist er in der Lage, verschiedene Behandlungen
zu testen, ohne dafür lebende Mäuse einer zur Verkrüppelung
führenden Muskeatrophie aussetzen zu müssen. Der Einsatz
von bioartifiziellen Muskeln steht für eine gute und machbare
Alternative, deren Einsatz Iams von Watkins und Hannon an der Purdue
Universität fordern könnte und sollte, anstatt lebende
Mäuse zu verwenden.
Iams sagt: “Falls die Studie erfolgreich ist, werden wir
mehr über die Rolle einer verbesserten Ernährung an Knochen-/Muskelschwund
und am Heilprozess wissen. Dies könnte helfen, solchen Schwund
bei Hunden zu verzögern und besser/schneller nach OPs, Langzeiterkrankungen
oder Muskel- und Knochenerkrankungen zu heilen.”
Tatsache ist, dass diese Daten bereits existieren, und Watkins war
derjenige, der diese Erkenntnisse gewann! Im “21st Century Grant
Final Report for October 2000-November 2003” der Purdue Universität
wird folgendes angemerkt: “Wissenschaftler an den Schools of Veterinary
Medicine and Agriculture haben nutrazeutische Fettsäuren identifiziert,
die mit Inaktivitätsatrophie verbundenen Muskel- und Knochenverlust
mildern.”
Auf Nachfrage, ob diese Entdeckung sich auch auf Hunde erstreckt,
sagte Hannon (Watkins’ Kollege): “Wir sind zuversichtlich, dass
sie [die in diesem Experiment getesteten Fettsäuren] auch bei
Hunden funktionieren wie sie es in unserer Nagerstudie getan haben.”
Daher kann Iams es nicht rechtfertigen, lebende Mäuse in dem
Muskelatrophie-Experiment zu verwenden zum Zweck des Identifizierens
von nützlichen Fettsäuren, da eine solche wissenschaftliche
Studie bereits erfolgreich abgeschlossen wurde und mit einiger Sicherheit
auch Anwendung auf Hunde findet, so die Aussage genau der Leute,
die jetzt von Iams dafür bezahlt werden, erneut Mäuse
an den Schwänzen aufzuhängen.
Iams sagt: “Die Studie forscht auch nach Markern für
Knochen- und Muskelatrophie, die angewendet werden könnten,
um Knochen- und Muskelverlust/heilung bei Hunden zu untersuchen.
Ferner könnte diese Arbeit auch zu einer Alternative zu Muskelbiopsien
führen, um Muskelverlust/heilung zu bewerten., und uns in die
Lage versetzen, auf klinische Studien zu Knochen- und Muskelerkrankungen
überzugehen.”
Tatsache ist, dass Marker für Knochen- und Muskelatrophie bei
Hunden bereits existieren. Knochenatrophie betreffend, sagt Dr.
Daniel C. Richardson: “Serum- und Harnmarker für Knochenveränderungen
können als nicht-invasive Mittel zur Feststellung der Respons
des Skeletts auf Krankheiten und Verletzungen wertvoll sein.” Richardson
meint außerdem: “Serum- und Urinuntersuchungen von Knochenmarkern
bieten eine nicht-invasive Alternative zu Knochenbiopsie bei der
Studie des menschlichen Knochenstoffwechsels. Zahlreiche dieser
kommerziellen Untersuchungen, die ursprünglich für den
Einsatz bei Menschen entwickelt worden sind, haben sich als übergreifend
gültig für Hunde gezeigt, und es sollte daher möglich
sein, diese Untersuchungen zu verwenden, um einen Knochenwiederaufbau
bei Hunden zu untersuchen. … Unsere Ergebnisse bestätigen die
Benutzbarkeit dieser Studien für Hunde.”
Molekular- und Zellmarker für Muskelatrophie existieren ebenfalls
bereits und könnten von Iams verwendet werden, um Muskelverlust
und –heilung zu untersuchen. Dr. Kenneth M. Baldwin hat mehrere
solche Marker bei Ratten identifiziert. Er bemerkt: “Jeder Molekularmarker
für Atrophie, der in den meisten Rattenmodellen zur Studie
von Muskelatrophie identifiziert werden kann, wird höchstwahrscheinlich
auch für Mäuse und vermutlich auch für Hunde gelten,
insbesondere, wenn die spezifische Atrophie auf diese Tiere Anwendung
findet. Ich denke, das liegt daran, weil die Allgemeingültigkeit
des Atrophieprozesses acroos unterschiedliche Spezies
betrifft, darunter auch Menschen.”
Es handelt sich hier genau um die Arten von Knochen- und Muskelatrophiemarkern,
die Iams in seiner Purdue Studie zu finden sucht. Im Klartext: Iams
könnte die bereits vorhandenen Marker erfolgreich einsetzen,
ohne das Rad noch einmal neu erfinden und unschuldige Mäuse
unnötigen und grausamen Test unterwerfen zu müssen!
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